¡Viva México!

Kilometerstand
Abfahrt: San Miguel de Allende (Mexiko): 31.516 km
Ankunft: Guanajuato (Mexiko): 31.638 km
Etappe: 122 km

Nach der Besichtigung des Weinguts führte uns der Weg in die Stadt, in der die mexikanische Unabhängigkeitsbewegung erstmals konkrete Formen angenommen hatte: Dolores Hidalgo. Zu Ehren des Pfarrers Miguel Hidalgo, der 1810 frühmorgens die Kirchenglocken geläutet und den Grito de Dolores – den Schrei nach Unabhängigkeit – ausgerufen hatte, wurde die Stadt zu seinen Ehren unbenannt. Die Nachwirkungen der Weinverkostigung führten zu einer verkürzten Besichtigung der Kirche Parroquia de Nuestra Señora sowie des Museo Casa de Hidalgo, das Wohnhaus Hidalgos 😉 .

Wir machten uns wieder auf den Weg und fuhren ca. 60 Kilometer in das nächste Städtchen mit Unabhängigkeitsgeschichte, nämlich nach Guanajuato. Wir verbrachten nun schon über zwei Wochen im mexikanischen Hochland und hatten uns an das angenehme Klima gewöhnt: tagsüber war es sonnig und warm, nachts kühl und es regnete manchmal, schließlich war ja Regenzeit. Dennoch staunten wir nicht schlecht, als es auf dem Weg nach Guanajuato zu hageln anfing und sogar Schnee auf der Straße lag…

Am nächsten Tag erkundeteten wir Guanajuato. Auch diese Stadt wird auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes wegen ihrer prächtigen Gebäude aus der Kolonialzeit, die wegen der reichen Silber- und Goldvorkommen entstanden waren, geführt. Zudem beteiligten sich auch hier die Bewohner 1810 an der Unabhängigkeitsbewegung und schlugen zunächst die Spanier, bis diese die Stadt zurückeroberten und nach der berüchtigten „Todeslotterie“ wahllos Bewohner folterten und hängten. Inzwischen leben hier viele Studenten, was zu einem riesigen Angebot an Kultur und netten Cafés führt. Wie in den letzten Kolonialstädten legten wir den Reiseführer zur Seite, ließen uns durch die Straßen treiben, bummelten durch die kleinen Läden und Galerien und entdeckten viele schöne Ecken. Als es am Nachmittag wieder zu regnen anfing, entdeckten wir eine winzige Kaffeerösterei mit angeschlossenem Café – in einer Garage. Der „Verkaufsraum“ war ca. 2,5 mal 3 m groß, fast halb so groß wie unser MePa, die Kaffeesäcke und die Röstmaschine standen mit im Raum 😉 aber wie genossen unsern guten Espresso und den Café con Leche.

Zurück auf dem Camping bekamen wir noch Kanada-Tipps von Jeff, der mit seiner Freundin und einem Westfalia in Richtung Süden reist. Er hat eine Weile in Montréal gelebt, ist aber auch in nahezu alle anderen Ecken von Kanada aktiv gewesen bevor es ihn in die Northwest Terriories verschlagen hat. Vermutlich war er für eine ganze Weile der letzte Overlander, den wir treffen?! Während die meisten Panamericana-Reisende über die Baja California und die Westküste der USA reisen, haben wir uns inzwischen für eine ganz andere Route entlang von Musik und der Appalachen entschieden. Bei gegebener Zeit davon dann mehr… 😉

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