Welcome to the US, brother!

Kilometerstand
Abfahrt: Monterrey (Mexiko): 32.405 km
San Antonio, Texas (USA): 32.906 km
Etappe: 501 km

„Die letzten 200 km vor der US-amerikanisch-mexikanischen Grenzen sollte man durchfahren und nicht anhalten“ – diesen Ratschlag hatten wir einige Male gehört und so hielten wir uns auch daran. Viele Möglichkeit zwischen Monterrey und Laredo anzuhalten und eine Pause zu machen, gab es allerdings sowieso nicht. Wir kamen auf dem Weg nach Nuevo Laredo nur an zwei oder drei Pemex-Tankstellen vorbei. Unterwegs sahen wir mehr und mehr Trucks mit texanischem Kennzeichen und kamen dank guter Straßenqualität zügig voran.

Nachdem wir endlich den Zoll gefunden hatten, war der mexikanische Teil des Grenzübertritts in Laredo schnell erledigt. Anschließend ging es über die Grenzbrücke: zunächst Passkontrolle, übrigens ohne Fingerabdruck, dann hörten wir, wie der Grenzer in sein Funkgerät sprach: „I’ve got a small RV here…“. War ja klar, wir wurden rausgezogen… Die anschließende Kontrolle verlief aber schnell, Axel fuhr mit dem MePa durch das Röntgengerät, während sich Antonia mit dem Grenzbeamten unterhielt und seine Fragen beantwortete. Was macht ihr beruflich, wieviel Bargeld führt ihr mit, Drogen etc.? Nach dem Scan wurde auch Axel aus dem Auto geschickt, ein weiterer Grenzbeamter schaute sich die Fahrerkabine von innen an und fragte nach dem Einfüllstutzen für den Dieseltank. Das Procedere hatte nur ca. 10 Minuten gedauert und wir waren fertig. Axel fragte noch, ob wir keinen Stempel in den Reisepass bekämen. „Welcome to the US, brother!“ lautete die Antwort des Grenzbeamten! Er erklärte, dass unsere Daten im Computer erfasst seien und damit alles erledigt sei. Okay, das war leichter als erwartet!

Es hatte Schwierigkeiten mit unserem deutschen Agenten für die KFZ-Haftpflichtversicherung gegeben und wir suchten eine Ergänzung für ein oder zwei Wochen. Daher hielten wir in Laredo am nächsten Schild, das für eine seguro warb, an. Nun waren wir seit ca. 10 Minuten offiziell in den Staaten, aber inoffiziell scheinbar noch immer in Lateinamerika. Im Versicherungsbüro war Spanisch die Amtssprache :-). Die Tochter wurde herbeigeholt, um ins Englische zu übersetzen, während wir – natürlich auf Spanisch 😉 – erklärten, dass wir für DIESE Seite, nämlich die USA, eine Versicherung suchten und nicht für die andere. Leider könne man uns eine Versicherung nur für Mexiko oder ein mexikanisches Auto verkaufen. Mit der Wegbeschreibung für eine andere Versicherungsagentur verließen wir das kleine Gebäude. Ein paar quadras, ähm blocks weiter erreichten wir die zweite Versicherung und waren nun tatsächlich in Texas. Mit breitestem texanischen Akzent erklärte uns ein junger Mann, dass er uns leider leider keine Versicherung verkaufen könne, weil das Auto in Deutschland zugelassen sei. Hmm, mal sehen wie wir das in den nächsten Tage lösen werden, jetzt erst einmal weiter nach San Antonio.

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