{"id":10,"date":"2015-02-04T09:38:50","date_gmt":"2015-02-04T07:38:50","guid":{"rendered":"http:\/\/panamericana-live.de\/?page_id=10"},"modified":"2015-10-22T10:42:58","modified_gmt":"2015-10-22T08:42:58","slug":"fahrzeug","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/panamericana-live.de\/?page_id=10","title":{"rendered":"Unser Fahrzeug: das MePa"},"content":{"rendered":"<p>Die Fahrzeugsuche gestaltete sich f\u00fcr uns \u00fcberaus schwierig und war deutlich zeitaufwendiger als gedacht. Unz\u00e4hlige Stunden des St\u00f6berns in Foren, auf Internetseiten und in den Reiseberichten anderer Panamericana- und Weltbefahrer kamen zusammen. Alle Reisenden\u00a0mit einem anderen Ansatz, anderen Priorit\u00e4ten und W\u00fcnschen und sicherlich auch einem unterschiedlichen Budget.<\/p>\n<h6>Wohnmobil, Kastenwagen, Pickup mit Kabine oder Expeditionsfahrzeug?<\/h6>\n<p>Um ehrlich zu sein schieden die Varianten Wohnmobil und Expeditionsfahrzeug sehr schnell aus &#8211; zum einen wollten wir uns m\u00f6glichst unauff\u00e4llig bewegen k\u00f6nnen (funktioniert mit einem klassischen Alkovenfahrzeug oder einem teilintegrierten Fahrzeug schon aufgrund der \u00e4u\u00dferen Erscheinung nicht), wir wollten das Fahrzeuggewicht im Rahmen halten und bevorzugten f\u00fcr die unter Umst\u00e4nden engen Stra\u00dfen ein kleines, wendigeres Fahrzeug.<br \/>\nBlieb nur noch die Variante Kastenwagen (in Form von Mercedes-Benz Sprinter, Fiat Ducato oder \u00e4hnlichem) oder ein Pickup mit Absetzkabine. Nach einem relativ kurzen Entscheidungsprozess entschieden wir uns f\u00fcr einen Kastenwagen (mit quer eingebautem Heckbett). Die Begr\u00fcndung war f\u00fcr uns\u00a0relativ einfach: Wir brauchen keine\u00a0Trennbarkeit zwischen Fahrzeug und Kabine, der Stauraum und das Raumgef\u00fchl bei der Pickup-L\u00f6sung ist deutlich kleiner, die Basisfahrzeuge brauchen alle eine deutliche Auflastung, um die Kabine tragen zu k\u00f6nnen, ein Pickup mit Kabine ist auff\u00e4lliger und schlussendlich fanden wir die Kabinen \u00fcberaus teuer &#8211; sowohl neu wie auch gebraucht. Es wurde also ein Kastenwagen&#8230;<\/p>\n<h6>Hersteller des Basisfahrzeugs<\/h6>\n<p>Die Qual der Wahl bei der Wahl des Herstellers war am Ende des Tages auch eine Gewichtsfrage: Der Iveco Daily war aufgrund des Gewichts relativ schnell ausgeschieden, aber auch mit einem Sprinter w\u00e4re die 3.500 kg Barriere absehbar gefallen. Zudem ist das Fahrzeug schmaler und erzwingt damit das Ansetzen von \u00e4u\u00dferen Ohren um ein Heckbett quer zu installieren. Der T5 war uns f\u00fcr die anstehenden 10 Monate einfach zu klein und f\u00fcr den Ford Transit fanden wir keinen Ausbauer mit einem f\u00fcr uns passenden Innenausbau. So war am Ende nur noch der Fiat Ducato im Rennen &#8211; mit einem Auge schielten wir dennoch immer wieder in Richtung Sprinter. Das Thema Service in S\u00fcd- und Nordamerika spielte auch bei uns nat\u00fcrlich eine Rolle und war einer der Gr\u00fcnde, warum wir immer wieder in Richtung Mercedes schielten &#8211; das Netz schien einfach dichter zu sein. Wobei auch Fiat mit Vertretungen in allen L\u00e4ndern unserer Route warb und zudem auch nach der \u00dcbernahme von Chrysler bereits die Einf\u00fchrung des Ducato in Nordamerika ank\u00fcndigte.<\/p>\n<h6>Allradantrieb &#8211; ja oder nein?<\/h6>\n<p>F\u00fcr uns etwas, das wir relativ schnell mit JA beantwortet haben, zumal der Fiat Ducato im Standard nur Frontantrieb besitzt &#8211; auf einer regennassen Wiese oder leicht schlammigen Piste stehen bleiben und sich eingraben: nein danke! Mehr musste es aber auch nicht sein. Wir wollten schlie\u00dflich nur etwas zus\u00e4tzlich Sicherheit und kein vollwertiges Gel\u00e4ndefahrzeug &#8211; unser Ziel bestand ja schlie\u00dflich in der Bereisung der Panamerikana und nicht dem Spielen in Sand, Schlamm und Matsch. \ud83d\ude09<\/p>\n<h6>Ausbau durch wen?<\/h6>\n<p>Wir mussten drei Dinge unter einen Hut bringen: unsere Vorstellungen\/W\u00fcnsche, die Lieferzeit und unser Budget. Eines war n\u00e4mlich von Beginn an klar: selber Bauen geht nicht &#8211; neben dem Job war das f\u00fcr uns nicht zu stemmen. Wir informierten uns also bei verschiedenen Ausbauern bzgl. Lieferzeiten und Preisen. Die Individualausbauer taten sich bzgl. unsere gew\u00fcnschten Lieferzeit (ca. 6-7 Monate) und unserem Budget \u00fcberaus schwer und die Serienhersteller hatten keine M\u00f6glichkeit ein Fahrzeug mit Allradantrieb zu fertigen. \ud83d\ude41<br \/>\n\u00dcbrig blieben auf der CMT in Stuttgart dann nur noch zwei Hersteller mit einem Grundriss der grunds\u00e4tzlich unseren Vorstellungen entsprach, basierend auf Fiat Ducato und mit akzeptabler Lieferzeit: <em>LaStrada<\/em> und <em>BavariaCamp<\/em>. Ersterer zeichnete sich durch eine Ignoranz s\u00e4mtlicher Sonderw\u00fcnsche (es fing mit einer gr\u00f6\u00dferen Batterie an&#8230;) aus: &#8222;Gew\u00e4hlt werden kann nur was in der Preisliste steht&#8220; so der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Wir waren f\u00fcr ernst zu nehmende Kunden vermutlich einfach zu jung oder falsch gekleidet&#8230;<br \/>\n<a href=\"http:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1179\" rel=\"attachment wp-att-1179\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1179\" src=\"http:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/bavariacamp.de-Grundriss-300x300.png\" alt=\"bavariacamp.de - Grundriss\" width=\"300\" height=\"135\" srcset=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/bavariacamp.de-Grundriss-500x224.png 500w, https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/bavariacamp.de-Grundriss.png 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><em><a href=\"http:\/\/www.bavariacamp.de\" target=\"_blank\">BavariaCamp<\/a><\/em> war der alternative Hersteller und gemeinsam mit Herrn Schulz (<em>Reisemobile MC Schulz<\/em>) fand man f\u00fcr nahezu alle unsere W\u00fcnsche eine L\u00f6sung: am Ende des Tages bekamen wir ein Fahrzeug nach unseren W\u00fcnschen (mit Allrad von Dangel, modifiziertem Grundriss (andere Nasszelle), einem leichteren Tisch, ge\u00e4nderter Innenverkleidung, anderer Polsterung sowie vielen weiteren kleinen Details). F\u00fcr die geleistete Arbeit und auch das Zutrauen in uns als Kunden m\u00f6chten wir uns bei Herrn Schulz und Herrn B\u00fcrckmann (BavariaCamp) sowie bei allen Mitarbeitern die an unserem tollen Fahrzeug mitgearbeitet haben, nochmals bedanken.<\/p>\n<h6>Fahrzeugdetails, -ausstattung und -kommentare<\/h6>\n<p>Eine rein technische <strong>Auflastung<\/strong> des Fahrzeugs auf 3.800 kg w\u00fcrden wir heute vor der Tour durchf\u00fchren. Die Sto\u00dfd\u00e4mpfer und Federn werden doch belastet.<\/p>\n<p>Die <strong>Batterie(n)<\/strong> zur Versorgung des Wohnraums haben eine Kapazit\u00e4t von 240 Ah &#8211; bis jetzt kommen wir damit hervorragend aus.<\/p>\n<p>Die <strong>Beklebung<\/strong> ist bei uns entfallen &#8211; wir wollen nach M\u00f6glichkeit als Lieferwagen unterwegs sein. &#8222;M\u00f6glichst wenig auffallen&#8220; lautete das Mottos und es funktioniert bisher hervorragend. In den bisher bereisten L\u00e4ndern wurden wir in der Regel nicht als Wohnmobil wahrgenommen, was besonders angenehm ist, wenn man nachts freisteht.<\/p>\n<p>Eine <strong>H\u00f6herlegung<\/strong> des Fahrzeugs w\u00fcrden wir aus heutiger Sicht durchf\u00fchren. 3 bis 5 cm mehr Bodenfreiheit w\u00fcrden uns allerdings reichen. Ein Grund ist der unter dem Fahrzeug installierte Abwassertank und der auf 120 l vergr\u00f6\u00dferte (leider nach unten) Kraftstofftank des Fiat Ducato &#8211; beides verringert die Bodenfreiheit.<\/p>\n<p>Der <strong>K\u00fchlschrank<\/strong> ist von Waeco &#8211; es handelt sich um ein Kompressormodell &#8211; bis jetzt arbeitet er einwandfrei und konnte auch bei voller Sonneneinstrahlung auf das Fahrzeug die Temperatur hervorragend halten. Nur das regelm\u00e4\u00dfige n\u00f6tige Abtauen st\u00f6rt uns ein wenig.<\/p>\n<p>Die <strong>Stromversorgung<\/strong> haben wir im Nachhinein noch ge\u00e4ndert. Es wurde ein zus\u00e4tzliches Ladeger\u00e4t von Waeco mit einer zul\u00e4ssigen Eingangspannung von 90 bis 250 V (50\/60 Hz) installiert und parallel zum Eingang der Standard-EVS hinter einen zus\u00e4tzlichen FI geschaltet. Bei abgeschaltetem FI der EVS besteht somit die M\u00f6glichkeit die Batterien an jeglicher Spannung zu laden. Zus\u00e4tzlich haben wir einen Waeco-Wechselrichter (mit ByPass-Schaltung) hinter der EVS installiert. Somit haben wir die M\u00f6glichkeit eine 230 V Spannung im Fahrzeug zu erzeugen und gleichzeitig aus jeglichen verf\u00fcgbaren Spannungen (z.B. 110 V) die Batterien nachzuladen. Zus\u00e4tzlich sind auf dem Dach Solarzellen mit einer Spitzenleistung von 200 Watt installiert.<\/p>\n<p>Die <strong>SOG-Toilette<\/strong> funktioniert hervorragend. Wir haben an jedem normalem WC die M\u00f6glichkeit zur Entsorgung und m\u00fcssen keine Chemie einsetzen. Spezielle Entsorgungm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Chemie-Toiletten gibt es entlang der Panamerikana nicht!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=2247\" rel=\"attachment wp-att-2247\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-2247\" src=\"http:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC_0813-300x300.jpg\" alt=\"Wieder drin!\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/a>Eine <strong>Trennwand<\/strong>\u00a0zum Schutz bei der Verschiffung (RoRo) zwischen Wohnraum und Fahrerkabine haben wir selbst gebaut: Aluprofile und Platten aus gesch\u00e4umten PVC haben ihren Zweck vollkommen erf\u00fcllen. Mit den selben Aluprofilen (nur anders montiert) lassen sich die Platten f\u00fcr die n\u00e4chste \u00dcberfahrt auf dem Heck befestigen. Zwischen den einzelnen PVC-Platten sind horizontal H-Profile eingesetzt. Die Platten selbst sind \u00fcber Gewindeschrauben mit den Profilen verschraubt. Eine L\u00f6sung die einen gewissen Einbruchswiderstand auf See bietet, aber bei gewaltsamer Entfernung keine allzu gro\u00dfen Kollateralsch\u00e4den erzeugen sollte &#8211; im Zweifelsfall reicht ein Teppichmesser. Zus\u00e4tzlich haben wir die Schiebet\u00fcr mit einem einfachen Zahlenfahrradschloss an der Beifahrert\u00fcr befestigt und die Heckt\u00fcren mit einem Vorh\u00e4ngeschloss von innen gesichert. Sollte irgendein Zoll dringenden Zugriff auf das Fahrzeuginnere ben\u00f6tigen, so h\u00e4tten wir den Zahlencode telefonisch mitteilen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fahrzeugsuche gestaltete sich f\u00fcr uns \u00fcberaus schwierig und war deutlich zeitaufwendiger als gedacht. Unz\u00e4hlige Stunden des St\u00f6berns in Foren, auf Internetseiten und in den Reiseberichten anderer Panamericana- und Weltbefahrer kamen zusammen. 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