{"id":1037,"date":"2015-01-01T10:00:26","date_gmt":"2015-01-01T08:00:26","guid":{"rendered":"http:\/\/panamericana-live.de\/?p=1037"},"modified":"2015-07-02T02:35:36","modified_gmt":"2015-07-02T00:35:36","slug":"nur-voegel-scharren-die-linien-von-nasca","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/panamericana-live.de\/?p=1037","title":{"rendered":"Nur V\u00f6gel scharren &#8211; die Linien von Nasca"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><strong>Kilometerstand<\/strong><br \/>\nAnfang: Ollantaytambo (Peru): 14.920 km<br \/>\nAnkunft: Nasca (Peru): 15.608 km<br \/>\nGesamtetappe: 688 km<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Ziel auf unserer Tour sollte <em>Nasca<\/em> sein. Wir starteten am Montagmittag von <em>Ollantaytambo<\/em> aus in Richtung Westen. Wir waren schon ein paar Stunden unterwegs, als wir \u00fcberlegten, wie weit wir wohl kommen w\u00fcrden und wo wir \u00fcbernachten k\u00f6nnten. Zu fr\u00fch gefreut, denn es kam eine Baustelle&#8230; ;-)! Sie w\u00fcrden gerade asphaltieren, die Fahrrichtung sei noch bis 18 Uhr gesperrt, hie\u00df es! Das bedeutete f\u00fcr uns, fast ein einhalb Stunden zu warten, aber eine Alternative gab es nicht und immerhin waren wir die ersten in der Schlange :-D. P\u00fcnktlich um sechs durften wir weiter und eine Raserei mit waghalsigen \u00dcberholman\u00f6vern (in unseren Augen ohne Sinn und Verstand) begann. Die zahlreiche Kreuze am Wegesrand schienen\u00a0niemanden abzuschrecken. Zudem d\u00e4mmerte es und wir sahen die unterschiedlichsten Arten der Autobeleuchtung: Nebelscheinwerfer ohne Abblendlicht, entgegenkommendes Fernlicht oder gar kein Licht (viele Peruaner sind angeblich der Meinung, Licht schade der Batterie) &#8230;<\/p>\n<p>Im Dunkeln erreichten wir die kleine Ortschaft <em>Curahuasi<\/em>. Der Zufahrtsweg zum <em>Camping Lena<\/em>\u00a0(S 13.544437, W 72.687778, Zufahrt bei S 13.540285, W 72.693261 und dann 3 x links halten, wir haben nur geparkt und deshalb nichts bezahlt) war in katastrophalem\u00a0Zustand; wenn uns nicht eine Mitarbeiterin des Camping zu Fu\u00df entgegengekommen w\u00e4re, die eigentlich auf dem Weg nach Hause war, h\u00e4tten wir gedacht, wir seien komplett falsch. Freundlicherweise lief sie zur\u00fcck und \u00f6ffnete f\u00fcr uns das Tor. Und irgendwie schafften wir es, uns durch gro\u00dfe Schlagl\u00f6cher, Erosionsfurchen,\u00a0dicke Steine und von beiden Seiten wachsendes Geb\u00fcsch zu k\u00e4mpfen. Wir waren dankbar f\u00fcr den 4&#215;4 und fielen m\u00fcde und ersch\u00f6pft ins Bett.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen hatten wir einen traumhaften Ausblick \u00fcber das wundersch\u00f6ne Tal, in dem\u00a0Wolken hangen. Um sieben brachen wir wieder auf und waren sehr erleichtert, als wir wieder sicheren und asphaltierten Boden unter dem MePa hatten. Vor uns lagen 533 km, also war Fahren, Fahren und Fahren angesagt. Die Stra\u00dfe war sehr kurvig, in endlosen Serpentinen ging es bergauf und bergab und wir kamen nur langsam voran. Die Landschaft verlor zunehmend ihre gr\u00fcne Farbe und wir erreichten die W\u00fcste. Letztlich brauchten wir 12 Stunden bis <em>Nasca<\/em> &#8211; nur unterbrochen von einer sehr kurzen Fr\u00fchst\u00fccks- und Mittagspause. Doch gl\u00fccklicherweise hatten wir das H\u00f6rbuch <em>Tante Semra im Leberk\u00e4seland<\/em>\u00a0gegen die Langeweile &#8211; danke Claudia und Uli!<\/p>\n\n<div class='gallery'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1082'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/DSC_3021-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1083'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/DSC_3024-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1084'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/DSC_3027-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1086'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/DSC_3035-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1085'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/DSC_3030-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag wollten wir \u00fcber die<a title=\"Wikipedia: Nazca-Linien\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nazca-Linien\" target=\"_blank\"><em> Nasca-Linien<\/em><\/a>\u00a0(Jahrhunderte alte Bodenritzungen oder auch Scharrbilder) fliegen. Soweit so gut. Am Vormittag liefen wir zum Flughafen und waren uns mit der Fluggesellschaft <em>AirParacas<\/em> schnell \u00fcber Preis und Uhrzeit (16 Uhr wegen der Sonne) einig. Die angebotenen 60 US$ waren sehr g\u00fcnstig, aber es war ja auch Nebensaison. Der Fahrer der Fluggesellschaft brachte uns freundlicherweise noch bis in das Stadtzentrum und holte uns \u00fcberp\u00fcnktlich wie besprochen um 15 Uhr am Hotel ab. Vier Minuten nach drei standen wir am Schalter. Wir k\u00f6nnten auch jetzt fliegen und m\u00fcssten nicht warten, hie\u00df es, jedoch zu einem Aufpreis von 20 US$\/Person. Nein danke, wir wollten sowieso erst um vier fliegen, weil man wegen der tieferstehenden Sonne die Linien und Figuren wohl besser sehen kann. Das hatten wir mittags auch bereits erkl\u00e4rt. Also warteten wir, kein Problem. Um 16 Uhr lautete das Argument dann pl\u00f6tzlich, wir seien ja nur zu zweit und der Preis von 60 US$ gelte nur f\u00fcr vier Personen&#8230; Das hatten wir mittags ganz anders besprochen! Nun ja, peruanische Mentalit\u00e4t stie\u00df auf deutsche und es gab die entsprechende Konsequenz:\u00a0wir flogen\u00a0halt nicht.<\/p>\n<p>Den Silvesterabend verbrachten wir spontan mit <em>Claudine<\/em> und <em>Ga\u00ebtan<\/em> aus Frankreich, die mit einem Mietwohnmobil f\u00fcr drei einhalb Monate durch S\u00fcdamerika und ansonsten quer durch die Welt reisen. Wir hatten einen sch\u00f6nen Abend zusammen, erz\u00e4hlten, stie\u00dfen um Mitternacht mit peruanischem Sekt an und bestaunten das Feuerwerk. Von wegen, hier wird nicht viel geb\u00f6llert&#8230; \ud83d\ude42 Am Donnerstag ging es, \u00fcbrigens zur\u00fcck\u00a0auf der Panamericana, weiter in Richtung K\u00fcste. Wir hielten am Maria-Reiche-Aussichtsturm an und sahen zwei der <em>Nasca-Figuren<\/em>. <em>Maria Reiche<\/em> war eine Deutsche, deren Lebenswerk die Erforschung der <em>Nasca-Linien und -Figuren<\/em> war &#8211; eine ausf\u00fchrliche Erkl\u00e4rung mit durchaus schauspielerischem Talent gab es zum Mittagessen am Tag zuvor, als der Chef des kleinen Bistros <em>Viva Nasca!<\/em> erkannte, dass auch wir aus <em>Alemania<\/em>\u00a0kommen :-). Er philosophierte \u00fcber peruanische Identit\u00e4t und die technisch herausragenden Leistungen der urspr\u00fcnglichen Bewohner der Region: Aqu\u00e4dukte, \u00fcber Kilometer gerade hinwegf\u00fchrende Linien, etc., und wie Maria Reiche wohl sagte: nur V\u00f6gel scharren&#8230; Ein \u00e4hnlicher Aussichtsturm stand auch einige Kilometer weiter an der Panamericana in <em>Palpa<\/em>, wo man ebenfalls Geoglyphen sehen\u00a0konnte, die wir sogar deutlich beeindruckender fanden.<\/p>\n\n<div class='gallery'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1092'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/DSC_3046-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1093'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/DSC_3050-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1094'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/DSC_3054-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kilometerstand Anfang: Ollantaytambo (Peru): 14.920 km Ankunft: Nasca (Peru): 15.608 km Gesamtetappe: 688 km Das n\u00e4chste Ziel auf unserer Tour sollte Nasca sein. 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