{"id":1182,"date":"2015-01-24T19:22:59","date_gmt":"2015-01-24T17:22:59","guid":{"rendered":"http:\/\/panamericana-live.de\/?p=1182"},"modified":"2015-02-11T03:01:29","modified_gmt":"2015-02-11T01:01:29","slug":"bluehende-kakteen-und-schneebedeckte-gipfel-der-sechstausender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/panamericana-live.de\/?p=1182","title":{"rendered":"Bl\u00fchende Kakteen und schneebedeckte Gipfel der Sechstausender"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><strong>Kilometerstand<\/strong><br \/>\nAnfang:\u00a0 Pativilca (Peru): 16.430 km<br \/>\nAnkunft: Laguna Par\u00f3n (Peru): 16.748 km<br \/>\nGesamtetappe: 318 km<\/p>\n<p>Es zog uns wieder in die Berge. Von einer traumhaften Landschaft im <em>Nationalpark Huascar\u00e1n<\/em> hatten <em>Rachel<\/em> und <em>George<\/em> geschw\u00e4rmt, zwei US-Amerikaner die wir in <em>Lima<\/em> kennengelernt hatten und die mit ihrem Camper in Richtung Feuerland reisen. Also verlie\u00dfen wir kurz hinter <em>Pativilca<\/em> wieder einmal die <em>Panamericana<\/em> in Richtung Osten und fuhren vorbei an Mais-, Zuckerrohr- und Pfefferfeldern. In den kleinen Ortschaften reihte sich Wassermelonenverkaufsstand an Wassermelonenverkaufsstand und das MePa zog sich entspannt den <em>Conococha<\/em>-Pass auf 4100 m hinauf. Oben angekommen konnten wir die <em>Laguna Conococha<\/em> erblicken, aus der der <em>Rio Santa<\/em> entspringt &#8211; ein Fluss, der wir bis zum Delta in <em>Santa<\/em> verfolgen w\u00fcrden. Wir hatten den <em>Callej\u00f3n de Huaylas<\/em> (das <em>Huaylas<\/em>-Tal) erreicht. Dieser liegt entlang entlang des <em>Rio Santa<\/em> zwischen der \u00f6stlich liegenden <em>Cordillera Blanca<\/em> mit ihren schnee- und eisbedeckten Gipfeln und der westlich liegenden <em>Cordillera Negra<\/em>. Ja, und wieder einmal waren wir von der Sch\u00f6nheit der Anden sehr beeindruckt!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1192\" rel=\"attachment wp-att-1192\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-1192\" src=\"http:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC_0104-300x300.jpg\" alt=\"Camping Guadeloupe in Caraz\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/a>Unser Ziel war das kleine \u00d6rtchen <em>Caraz<\/em>, wo wir auf dem Campingplatz freudestrahlend von <em>Jaime<\/em> begr\u00fc\u00dft wurden, dem Campingplatzbesitzer. <em>Jaime<\/em> hat genau verstanden, was das europ\u00e4ische Camperherz h\u00f6her schlagen l\u00e4sst, und im letzten Fr\u00fchsommer neben seinem Bauernhof einen kleinen Camping mit drei bis vier Stellpl\u00e4tzen errichtet. Dusche und Klo waren blitzeblank und bei str\u00f6mendem Regen lie\u00df er sich nicht davon abhalten, f\u00fcr unser Stromkabel zum Schutz vor dem Regen eine Pyramide aus Plastiktischen zu bauen. Kurz und gut, er h\u00e4tte uns jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Am n\u00e4chsten Morgen nach herzlicher Verabschiedung und ausf\u00fchrlicher Fotodokumentation seinerseits &#8211; klar, er muss ja seinen Internetauftritt bei Facebook pflegen! &#8211; machten wir uns auf den Weg zum <em>Nationalpark Huascar\u00e1n<\/em>. Da wussten wir noch nicht, wie schnell wir uns wiedersehen w\u00fcrden \ud83d\ude09 !<\/p>\n<p>F\u00fcr die 30 km zur <em>Laguna Par\u00f3n<\/em> im Nationalpark sollte man etwa zwei Stunden brauchen. Na, das kann ja was geben, aber unser Amigo <em>Jaime<\/em> hatte mehrfach betont, dass unser Auto f\u00fcr die Stra\u00dfe geeignet sei. Gut gelaunt brachen wir auf. Kaum hatten wir <em>Caraz<\/em> verlassen, h\u00f6rte die Asphaltstra\u00dfe auf. Jetzt folgte Serpentine um Serpentine und wir zogen uns H\u00f6henmeter um H\u00f6henmeter (weitere 2000 m insgesamt) hinauf \u2013 dank Wackersteinen und Schlagl\u00f6chern \u00fcberwiegend im ersten Gang. Die Landschaft \u00e4nderte sich, unten in <em>Caraz<\/em> hatten wir noch viele bl\u00fchende Kakteen und Engelstrompeten gesehen, nun fuhren wir vorbei an Maisfeldern und durch sehr kleine Ortschaften, die aus nur zwei oder drei Lehmh\u00fctten bestanden. Am Wegesrand waren viele H\u00fchner, Schweine und Esel und man sah <em>Quechua<\/em>-Frauen auf dem Feld arbeiten, W\u00e4sche waschen oder vor dem Haus sitzen. Auf uns wirkten die Menschen, insbesondere die Frauen, sehr distanziert, fast etwas ablehnend wie sie ihre Kinder versuchten hinter ihrem R\u00fccken zu verstecken.<\/p>\n<p>Nach der H\u00e4lfte der Strecke passierten wir den Eingang des Nationalparks und nach weiteren 16 km erreichten wir die wundersch\u00f6ne t\u00fcrkisfarbene <em>Laguna Par\u00f3n<\/em>. Wir \u00fcberlegten gerade, wo wir uns f\u00fcr die Nacht hinstellen sollen, als pl\u00f6tzlich beim R\u00fcckw\u00e4rtssetzen das rechte Hinterrad wegsackte. Na super, das Rad war durch eine alte Br\u00fccke eingebrochen und hing fest. Vielleicht hat der Ranger ja eine Winde, hofften wir, und k\u00f6nne uns damit wieder herausziehen. Nein, hatte er nicht, jedoch packte <em>Julio<\/em>, der 63j\u00e4hrige Ranger, kr\u00e4ftig mit an und half das Loch mit dicken Steinen von unten zu untermauern. Zwei einhalb Stunden sp\u00e4ter in str\u00f6menden Regen war das Auto endlich wieder befreit und wir parkten direkt vor dem Refugio. Weil es drau\u00dfen weiterhin sch\u00fcttete, war an Wandern nicht mehr zu denken. Anstelle dessen verbrachten wir einen richtig sch\u00f6nen Nachmittag und Abend mit <em>Julio<\/em> im Refugio, der sich \u00fcber den Besuch freute und sehr interessiert war. Er fragte, was wir so machen. Wir zeigten Fotos (danke <em>Eva<\/em> und <em>Martin<\/em> f\u00fcr den Tipp!) und a\u00dfen schlie\u00dflich gemeinsam zu Abend. Es gab &#8222;deutsches Campingessen&#8220; Nudeln mit Tomatensauce.<\/p>\n\n<div class='gallery'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1194'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC_0111-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1195'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC_0114-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1193'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC_0110-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1196'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC_0139-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1197'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC_0143-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=1198'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC_0146-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kilometerstand Anfang:\u00a0 Pativilca (Peru): 16.430 km Ankunft: Laguna Par\u00f3n (Peru): 16.748 km Gesamtetappe: 318 km Es zog uns wieder in die Berge. 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