{"id":505,"date":"2014-10-12T20:03:40","date_gmt":"2014-10-12T18:03:40","guid":{"rendered":"http:\/\/panamericana-live.de\/?p=505"},"modified":"2015-07-01T01:49:09","modified_gmt":"2015-06-30T23:49:09","slug":"punta-tombo-oder-antonia-im-pinguin-paradies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/panamericana-live.de\/?p=505","title":{"rendered":"Punta Tombo oder Antonia im Pinguin-Paradies"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><strong>Kilometerstand<\/strong><br \/>\nAnfang: Puerto Madryn (Argentinien): 2.532 km<br \/>\nZwischenstopp: Estancia La Perla (Argentinien): 2.747 km<br \/>\nAnkunft: Rada Tilly (Argentinien): 3.160 km<br \/>\nEtappe: 628 km<\/p>\n<p>&#8222;Da gibt es noch so eine Magellan-Pinguinkolonie, m\u00f6chtest du dahin?&#8220; fragte Axel. Was f\u00fcr eine Frage? Aber klar! Also machten wir uns von <em>Puerto Madryn<\/em> auf dem Weg nach <em>Punta Tombo<\/em>. Da wir <em>Puerto Madryn<\/em> deutlich sp\u00e4ter verlie\u00dfen als geplant, erreichten wir erst kurz vor 18 h den Eingang des Naturschutzgebiets. Neben einem \u201aCamping verboten\u2019-Schild konnten wir die \u00d6ffnungszeiten lesen: ab 18 Uhr geschlossen. Naja, mal schauen. Also ging es weitere 36 km \u00fcber eine teilweise sehr schottrige Schotterpiste bis wir durchgesch\u00fcttelt das Informationszentrum erreichten, das ca. 1 km vor der eigentlichen Kolonie liegt. Die Eingangst\u00fcren standen offen, von drinnen klang die Musik von einem Pinguinfilm, aber weit und breit war kein Mensch zu sehen.<\/p>\n<p>Wir hatten schon beschlossen, auf dem Parkplatz zu \u00fcbernachten und am n\u00e4chsten Morgen die Eintrittskarten zu kaufen, als wir <em>Barbara<\/em> und <em>Mark<\/em> aus Solothurn (Schweiz) kennenlernten. Die beiden waren mit ihren \u201akleinen\u2019 MAN-Expeditionsfahrzeug bereits zur eigentlichen Pinguinkolonie gefahren und hatten dort lange mit dem Ranger diskutiert &#8211; mit dem Ergebnis, dass sie weder 20 Minuten mal eben ein paar Fotos in der sch\u00f6nen Abendsonne machen und schon gar nicht auf dem Gel\u00e4nde campen d\u00fcrften. Mmh, und nun? Die 36 Kilometer lange Schotterpiste zur\u00fcck, dort irgendwo an der Stra\u00dfe stehen und morgen die ganze Strecke noch einmal fahren? Oder auf bl\u00f6d stellen und sich in der D\u00e4mmerung vom Ranger vertreiben lassen? Wir entschlossen uns zur\u00fcck zu fahren und unser Gl\u00fcck auf dem kleinen Geh\u00f6ft, das auf halber Strecke lag, zu versuchen.<\/p>\n<p>Dort angekommen suchten wir nach Bewohnern und betraten mit deutlichem Respekt vor dem \u201aperro peligroso\u2019, der gef\u00e4hrliche Hund, vor dem ein Schild mit einem abgebildeten bissigen Sch\u00e4ferhund warnte, das Gel\u00e4nde. Kaum betreten st\u00fcrmte hinter dem etwas entfernt liegenden Haus ein schwarzer Schatten hervor, gefolgt von einem jungen Mann, der versuchte, irgendwie seinen Hund zu b\u00e4ndigen. Das gelang jedoch nicht, der Hund st\u00fcrmte auf uns zu &#8211; und wie wir erleichtert erkannten, handelt es sich um einen freudig aufgeregten und schwanzwedelnden jungen Hund. Zudem tauchte ein \u00e4lterer Mann auf, scheinbar der Besitzer der Estanzia, dem wir unser Problem schilderten und baten, auf der Stra\u00dfe neben seinem Gel\u00e4nde die Nacht verbringen zu d\u00fcrfen. Er war zun\u00e4chst ablehnend, murmelte etwas von \u201aseguridad\u2018 und wie gef\u00e4hrlich doch Argentinien sei und er die Verantwortung f\u00fcr uns trage. Letztlich wollte er die Motorhomes mal sehen und wie <em>Mark<\/em> beim Anblick auf unser MePa und das MAN-Expeditionsfahrzeug erkl\u00e4rte, \u201aun motorhome pequeno y un mas pequeno\u2018, schmunzelte der Mann und lie\u00df uns sogar auf sein Grundst\u00fcck fahren.<\/p>\n<p>Den Abend verbrachten wir zusammen bei <em>Barbara<\/em> und <em>Mark<\/em> im Expeditionsfahrzeug, kochten zusammen und lernten \u201amedio-medio\u2018 kennen (eine uruguayische Prosecco-Wei\u00dfweinmischung, bis jetzt leider in keinem Supermarkt gefunden\u2026). Am n\u00e4chsten Morgen ging es wie versprochen p\u00fcnktlich um 7.30 Uhr los, <em>Mark<\/em> und <em>Barbara<\/em> bedankten sich bei unserem Gastgeber mit einem typisch schweizer Taschenmesser, \u00fcber das er sich sehr freute. Beim Ticketschalter trafen wir auf den Ranger, der die beiden Schweizer mit K\u00fcssen begr\u00fcsste, wohl unsere Autos auf dem Estanzia-Gel\u00e4nde gesehen hatte und offensichtlich froh war, dass wir uns an die Spielregeln gehalten hatten.<\/p>\n<p>Nach kurzer Besichtigung des Museums, wo wir auf einer Schautafel zur Gr\u00fcndung des Naturschutzgebiet prompt unseren Gastgeber wieder entdeckten, ging es endlich, endlich zu den Pinguinen. Man wei\u00df nicht so genau, wieviele Pinguine in der Kolonie leben, die Zahlen schwanken zwischen 200.000 br\u00fctende Weibchen und 1 Mio Tiere. Auf jeden Fall ist die Anlage sehr gro\u00df. Die Tiere bauen ihre Nester teils sehr weit im Inland und haben sehr viel R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten. Viele verhielten sich jedoch von uns total ungest\u00f6rt und lagen teilweise direkt neben dem Weg in ihren Nestern oder auf dem Boden in der Sonne. Andere watschelten in aller Seelenruhe mitten \u00fcber den Weg, wo ein Schild den Pinguinen den Vortritt erkl\u00e4rte. Man konnte \u00fcber die befestigten Wege bis zum Ufer laufen und die Pinguine auch hier in direkter N\u00e4he im Wasser beobachten. Punta Tombo hat sich voll gelohnt und wir haben unz\u00e4hlige tolle Pinguinfotos geschossen. Zudem war es sch\u00f6n, so fr\u00fch dort zu sein und in aller Ruhe und fast alleine durch die Anlage gehen zu k\u00f6nnen. Auf dem R\u00fcckweg kamen uns unz\u00e4hlige PKWs und Busse entgegen, die die vielen anderen Pinguin-begeisterten Touristen und Einheimischen nach Punta Tombo bringen w\u00fcrden. Nach einem Aufw\u00e4rm-Kaffee zusammen mit <em>Mark<\/em> und <em>Barbara<\/em> machten wir uns auf den Weg und fuhren in das kleine St\u00e4dtchen <em>Rada Tilly<\/em>, direkt neben <em>Comodoro Ridavia<\/em>, wo wir &#8211; welche \u00dcberraschung &#8211; mal wieder auf einen geschlossenen Campingplatz stie\u00dfen und frei in der Stadt standen. Das war aber auch kein Problem, wir wollten am n\u00e4chsten Tag sowieso z\u00fcgig weiter Richtung S\u00fcden.<\/p>\n\n<div class='gallery'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=506'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC_1811-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=509'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC_1883-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=508'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC_1871-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=507'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC_1834-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=510'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC_1902-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=512'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC_1949-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=513'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC_1960-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/panamericana-live.de\/?attachment_id=511'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" src=\"https:\/\/panamericana-live.de\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/DSC_1933-300x300.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kilometerstand Anfang: Puerto Madryn (Argentinien): 2.532 km Zwischenstopp: Estancia La Perla (Argentinien): 2.747 km Ankunft: Rada Tilly (Argentinien): 3.160 km Etappe: 628 km &#8222;Da gibt es noch so eine Magellan-Pinguinkolonie, m\u00f6chtest du dahin?&#8220; 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