Adiòs Peru, holà Ecuador!

Kilometerstand
Anfang: Huanchaco bei Trujillo (Peru): 17.202 km
Ankunft: Vilcabamba (Ecuador): 18.263 km
Gesamtetappe: 1.061 km

DSC_0366Von Trujillo aus waren es fast noch 600 km bis zur ecuadorianischen Grenze. Die Panamericana führte durch eine scheinbar nicht endende Wüste, ziemlich langweilig und durch Müll am Straßenrand häufig auch nicht schön. Kurz vor Ecuador änderte sich die Landschaft wieder einmal und es wurde zunehmend grün! An der Grenze in Macará wurden wir bei der Migration freundlich von einem Polizisten begrüsst, der sich freute, ein paar Worte deutsch sprechen zu können. Auf den Kollegen vom Zoll mussten wir warten, der war nämlich in der Mittagspause. Macará soll die heißeste Stadt Ecuadors sein, es war unglaublich schwül und heiß. Als der Zollbeamte aus der Pause zurückkam, war der Papierkram schnell erledigt und wir durften die Brücke über den Grenzfluss passieren.

Auf ecuadorianischer Seite war unsere Einreise ebenfalls schnell und unkompliziert erledigt, nur bei der Aduana (Einfuhr vom MePa) brauchten wir Kopien von Fahrzeugschein, Führerschein und Reisepass. Das kleine Büdchen mit dem schönen Schild „Copias“ direkt neben der Migration hatte geschlossen und es wusste niemand, wann oder ob es überhaupt wieder öffnen würde. Die Zollbeamtin empfahl uns, mit einem Taxi in die Stadt zu fahren. Och nö, wir wollten nicht mit dem Taxifahrer über den Preis diskutieren, der schon mit großen Augen neben uns stand. Also fragten wir, ob wir nochmal über die Brücke nach Peru dürften. Klar, kein Problem! Einen Copyshop fanden wir leider dort nicht, sondern nur kleine Stände mit Getränken und Süßigkeiten. Kurzerhand standen wir also wieder vor der peruanischen Aduana. Die Zollbeamten machten dann – mit dem Hinweis, dies sei eine Ausnahme 🙂 ! – zum Glück unsere Kopien und wir konnten wieder über die Brücke zurück nach Ecuador laufen. Ein schöner Abschluss für ein nicht immer unkompliziertes Land! Der Rest lief schnell und unter einem großen Stapel Papierkram entdeckten wir auf dem Schreibtisch der ecuadorianischen Zollbeamtin einen Multifunktionsgerät inkl. Kopierfunktion… naja, kein Kommentar, es war zu heiß!

PuyangoMit der Überquerrung der Grenze hatte sich nicht nur die Landschaft drastisch geändert. Die Straßen waren durchgehend asphaltiert, am Straßenrand lag kein Müll mehr, die Ortschaften sahen deutlich gepflegter aus, die Häuser aus Stein erbaut und sogar verputzt. Für uns ging es nach Puyango, wo wir versteinerte Bäume besichtigen wollten. Wir übernachteten vor dem Besucherzentrum, im Park gibt es zwar einen offiziellen Camping, aber der Zufahrtsweg war in einem sehr schlechten Zustand und auf eine Furtdurchquerrung verzichteten wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit liebendgerne. Als wir am nächsten Morgen frühstückten, kamen immer mehr und mehr Wochenendausflügler – Puyango schien ein sehr beliebtes Ziel für einen Familienausflug und Schulklassen zu sein. Nach unserem Spaziergang durch den Park brachen wir wieder auf.

Zunächst musste getankt werden, bei 1,02 USD/Gallone oder 0,24 EUR/Liter machte das sogar Spaß 🙂 ! Der restliche Tag wurde lang, bis Vilcabamba waren es insgesamt 350 Kilometer. Die Straßen waren zwar meistens in einem hervorragenden Zustand, schlängelten sich aber kurvig bergauf und bergab… Auf unserer Strecke kamen wir an gelbblühenden Bäumen vorbei, von denen drei Ecuadorianer am Vorabend berichtet hatten. Diese Bäume genauer gesagt ein ganzer Wald blüht nur eine einzige Woche im Jahr und sind ein Anziehungspunkt für alle Ecuadorianer. Die drei Jungs waren extra aus Quito angereist, um die Bäume zu sehen.

Wir übernachteten in Vilcabamba in der Hostería Izhcayluma, eine sehr schöne Ferienanlage mit Stellplatzmöglichkeit (sehr empfehlenswert), freuten uns über das angenehme Klima auf 1.500 m und fühlten uns in der Anlage trotz der Klangschalen und Meditationskugeln pudelwohl! Ob es am Klima liegt oder was auch immer als Jungbrunnen wirkt, angeblich sollen über 60 der 2.000 Bewohner von Vilcabamba über 100 Jahre alt sein!

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