Und noch mehr aktive Vulkane

Kilometerstand
Abfahrt: Parque National Volcán Poás (Costa Rica): 24.936 km
Ankunft: Parque National Rincón de la Vieja (Costa Rica): 25.218 km
Gesamtetappe: 282 km

Für uns folgte am Ostersonntag ein zweiter aktiver Vulkan, der Volcán Arenal, einige Kilometer nördlich am schönen Lago Arenal gelegen. Wir hatten richtig Glück, schon aus der Ferne konnte man den Vulkan in ganzer Pracht bewundern. Das ist eher untypisch, er versteckt sich gerne hinter dicken Wolken. Unseren eigentlich anvisierten Stellplatz in der Nähe des Vulkans gaben wir auf – auf 10 km Schotterpiste hatten wir keine Lust und den Vulkan schon gesehen. Also ging es weiter entlang des Sees. Fündig wurden wir in der Ortschaft Nuevo Arenal, dort gibt es direkt am Seeufer ein großes Naherholungsgebiet. Die Einheimischen verbrachten ihren Ostersonntag hier: Picknick-Decke neben dem Auto ausgebreitet und die Boxen an. Immer schön abwechselnd, damit auch keiner mit leerer Batterie auf der Strecke bleibt… 😉 ! Die Stimmung war sehr entspannt und die Beschallung – entgegen unserer Erwartung – nicht nervig sondern irgendwie stimmig. Wir machten es den Ticos gleich und breiteten unsere Strandtücher neben dem MePa aus. Nach Einbruch der Dunkelheit wurde es schlagartig ruhig und wir waren bis auf wenige Jugendliche alleine.

Am nächsten Morgen – nach einer wohltuenden Outdoordusche, für Axel sogar mit extra Wasser von oben aus den Wolken 😉 – ging es zunächst zur deutschen Bäckerei im Dorf. Wir trauten unseren Augen nicht, vor der Tür stand ein Reisebus! 😯  Ja, und bis auf ein Weißbrot und Teilchen war tatsächlich alles ausverkauft… um 9 Uhr morgens! Nee, zwei Stunden warten wollten wir nicht, also kauften wir das letzte Brot und zwei Nussschnecken und fuhren weiter.

Unser Ziel war der Nationalpark Rincón de la Vieja. Nach Verlassen der Panamericana führte die Strecke einige Kilometer über eine asphaltierte Straße, bevor wir eine Schotterpiste im Privatbesitz erreichten. Der Pförtner fragte nach unserem Ziel, wir bezahlten den Wegezoll und fuhren weiter bis zum Eingang des Nationalparks. Ähm, warum ist der Parkplatz komplett leer? Na super, montags geschlossen… hätten wir ja doch morgens noch auf das frische Körnerbrot warten können. Dafür gab es den dritten ‚freien’ Nachmittag in Folge und wir hatten Zeit für Reiseführer, weitere Routenplanung und das Sortieren von Fotos.

Bereits tagsüber peitschte der Wind um das Auto, was leider auch nach Sonnenuntergang nicht weniger wurde und dazu führte, dass wir uns nach Patagonien zurück versetzt fühlten. Nach der unruhigen Nacht, in der wir beide immer wieder wach wurden, ging es früh morgens in den Nationalpark Rincón de la Vieja. Wir wollten die Hitze vermeiden und den befürchteten Menschenmassen aus dem Weg gehen. Der Nationalpark stellte eine witzige Mischung aus deutschem Mittelgebirge mit einem Rudel Nasenbären und Fumarolen (qualmende Löcher) und – auf der anderen Seite des Flusses – Steppe mit blubbernden Schlammlöchern dar. Die Gegensätze aus Laubwald und Steppe waren toll und noch beeindruckender die Vorstellung, wie es unterhalb der Oberfläche des aktiven Vulkans aussehen muss, dass es überall dampft, qualmt und blubbert.

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